FDP Leimen

Von der Wegwerf-Gesellschaft zur Weiter- und Wiederverwertungs-Gesellschaft

In der jüngsten Sitzung des Rhein-Neckar-Kreistages in Ilvesheim war das Vergabeverfahren für die in Sinsheim geplante Biogas-Vergärungsanlage der AVR BioTerra GmbH & Co.KG ein Schwerpunkt. In diesem Zusammenhang waren vom Kreistag einige Beschlüsse zu fassen, die den rechtlichen Rahmen der Investition mit einem Volumen von rund 42 Mio. € betrafen.

Für die FDP-Fraktion stellte deren stellvertretender Vorsitzender, Kreisrat Dietrich Herold, fest, dass die Freien Demokraten uneingeschränkt zum Gesamtkonzept für die Verwertung des Inhaltes der seit 2012 gebührenfrei angebotenen BioEnergietonne stehen. Das Wachsen und Werden der AVR nach der Ausgliederung der Abfallentsorgung aus der Kreisverwaltung habe die FDP konstruktiv-kritisch begleitet. Anfangs seien die Liberalen wegen der zunehmenden privatwirtschaftlichen Betätigung des Kreises – und damit der öffentlichen Hand – skeptisch gewesen.

Gerade die Entscheidung für das seit 2011 arbeitende Biomasse-Heizkraftwerk in Sinsheim sei mit Blick auf die schwer zu prognostizierende Zahl der tatsächlichen Wärmeabnehmer riskant gewesen. Aber die Entscheidung sei nicht rein ertragsorientiert gesehen worden, sondern alle Fraktionen hätten den regionalen Klimaschutz, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von Abnehmern der Biomasse, die Möglichkeiten einer nachhaltigen Wertschöpfung und nicht zuletzt gesetzliche Vorgaben mit in die Waagschale geworfen.

Die Zielvorgabe des Landes verlange eine Erhöhung des Anteils der energetischen Nutzung von Bioabfällen. Das soll in der geplanten Biogasvergärungsanlage, die 60.000 to Biomasse p.a. wird verarbeiten können, ab 2018/19 geschehen, so Kreisrat Herold. Intensive Informationen, Betriebsbesichtigungen, Diskussionen seien erfolgt.

Die frühzeitige Einbeziehung der Bürgerschaft Sinsheims habe dort zu Verständnis und Akzeptanz für das Bauvorhaben geführt. Es sei ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg von der Wegwerf- zu einer Weiter- und Wiederverwertungsgesellschaft. Hinzu komme die Regionalität bei der Produktvermarktung an die Landwirtschaft.

Folgerichtig sei auch die Aufnahme eines kompetenten und renommierten Partners in Gestalt der Firma Remondis in die nun gemeinsame Betreibergesellschaft. In einigen Jahren bereits werde man, so Dietrich Herold abschließend, vielleicht gar nicht mehr von Abfall oder gar Müll reden, sondern von Wertstoffen. (DH)

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